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Wüstenfuchs / Fennek

(Vulpes Zerdus)

 

 

Entstehung, biologische Daten, Eigenschaften

Wie schon unter "Allgemeines" beschrieben, entwickelte sich die Gattung der Füchse vor ca. 1 Millionen Jahren aus hundeartigen (Canidae) und somit fleischfressenden (Carnivoren) Raubtieren.

 

Der Wüstenfuchs ist verbreitet in Wüstenregionen (z.B. Sahara, Sinai-Halbinsel und Arabische Halbinsel). Wüstenfüchse sind die kleinsten Vertreter der Familie der Hunde bei ca. 20cm Körperhöhe, ca. 25cm Körperlänge und ca. 2 Kg Körpergewicht.

 

Der Wüstenfuchs wurde in der Vergangenheit als eigene Gattung unter den Wildhunden genannt, wird jedoch nach neuesten Erkenntnissen den Füchsen zugeordnet.

 

Um sich der Wüstenhitze zu entziehen verbringen Wüstenfüchse den Tag in Ihrem selbstgegrabenen Bau und werden erst gegen Nacht aktiv. Falls der Wüstenfuchs doch mal am Tage aus seinen Bau heraus muss, schützen Haarpolster seine Füße vor dem heißen Wüstensand. Die großen Ohren des Wüstenfuchses, die fast ein Viertel der Körpergröße messen, dienen ihm nicht nur zum guten Hören sondern auch zur Abgabe von Körperwärme da er keine Schweißdrüsen besitzt.

 

Die Fellfarbe ist hauptsächlich leicht gelbgrau.

 

 

Paarung, Geburt, Aufzucht

Im Januar und Februar ist die Paarungszeit der Wüstenfüchse. Die Füchsin bringt Ihren Nachwuchs nach ca. 50 Tagen zur Welt und säugt ihn ca. zwei Monate lang wobei nach ca. einem Monat die Säugung auch durch feste Nahrung ergänzt wird. Nach 9 Monaten sind Wüstenfüchse ausgewachsen und selbstständig.

 

Bei den Wüstenfüchsen helfen, die hauptsächlich weiblichen, Nachkommen bei der Aufzucht der Jungtiere und sammeln so auch Erfahrungen für den eigenen Nachwuchs.

 

 

Sozialverhalten, Lebensweise

Wüstenfüchse leben in Gruppen von bis zu zehn Tieren zusammen. Erbeutete Nahrung wird von den Wüstenfüchsen zu dem Bau getragen, wo dann mit der Gruppe um jeden Bissen gekämpft wird.

 

Im Gegensatz zu anderen Füchsen ist der Wüstenfuchs nicht sehr anpassungsfähig und hat sich daher sehr auf seinen genannten Lebensraum fixiert.

 

 

Nahrung

Als Nahrung nutzt der Wüstenfuchs alles was er erlegen kann. Kleinere Tiere aber auch vorhandene Früchte oder Aas.

 

 

Alterserwartung, Feinde, Bedrohungen

Wüstenfüchse erreichen ca. 12 Lebensjahre.

 

Obwohl der Wüstenfuchs eigentlich keine Gefahr für den Menschen und seinen Nutztieren darstellt wird er dennoch stark bejagt, teilweise auch als Nahrung für die menschlichen Wüstenbewohner, und droht aus zu sterben.

 

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Quellen:

Infobroschüre vom WWF zu Ersttagsbriefen (mit Wüstenfuchsmotiven) "Yemen" | 1989

 

weiterführende Links:

http://de.wikipedia.org/wiki/Fennek