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Der Stadtfuchs

 

 

Stadtfüchse sind keine eigene Rasse, sondern Nachbarn des Menschen in der jeweiligen Stadt.

 

Seit einigen Jahren werden Füchse, welche in der Stadt leben, beobachtet und erforscht. Zürich war eine der ersten Städte die in den Medien der 1990er Jahre mit dem Fuchs bzw. dem "Stadtfuchs" in Verbindung gebracht wurde. Das Phänomen Stadtfuchs ist jedoch schon seit den 1930er Jahren aus London bekannt. Mittlerweile findet man Füchse aber auch in anderen Städten, weltweit.

 

Da außerhalb der Städte die Natur mittlerweile recht intensiv vom Menschen für die Landwirtschaft genutzt wird, finden die Wild- und Waldtiere und somit auch die Füchse immer öfter den Weg in die Stadt. Hier finden Sie einen abwechslungsreichen Lebensraum (Parkanlagen, Industriegebiete, Schrebergärten, verwilderte Grundstücke usw.) dicht auf kleinem Raum. Die Nachbarschaft zum Menschen stellt dabei kein Problem dar. In der späten Nacht ist in den Städten der Menschen wenig los und so können z.B. die Füchse in der Stadt leben und die direkte Nähe zum Menschen meiden, was sie für gewöhnlich auch tun. In einigen Städten hat sich der Stadtfuchs jedoch schon so an die Situation gewöhnt das man ihn dort auch tagsüber antreffen kann.

 

In der Stadt ist das Nahrungsangebot gut genug um vielen Füchsen in kleineren und auch überlappenden Revieren einen guten Lebensraum zu bieten. Füchse kennen Ihr Revier sehr gut und nutzen in diesem Revier immer die selben Wege, auch genannt "Pässe". Unter dem Gartenhaus im Schrebergarten richten sich Stadtfüchse gerne einen Bau für die Jungenaufzucht ein. Oft bringen die Fuchseltern den kleinen Füchsen offen herumliegende Gegenstände zum Spielen mit, es kann also durchaus vorkommen das dem Mensch am morgen plötzlich der linke Handschuh fehlt. Mit etwas Glück finden sich diese Gegenstände jedoch in der näheren Umgebung wieder an.

 

Ein Großteil der Nahrung eines Stadtfuchses besteht aus Nahrung die vom Menschen übrig blieb oder für den Fuchs offen zugänglich war (z.B. Gartenfrüchte oder Futter aus Haustier-Näpfen). Zusätzlich dazu nutzen die Stadtfüchse aber auch weiterhin kleine Nager und Insekten und andere natürlich vorkommende Nahrung.

 

Katzen und Füchse leben in der Stadt problemlos nebeneinander. Für den Stadtfuchs wäre eine gesunde und ausgewachsene Katze eine zu wehrhafte Beute. Andere Haustiere (z.B. Kaninchen, Huhn u.ä.) sollten, zur Sicherheit, die Nacht an einem sicheren und verschließbaren Ort übernachten.

 

Sollte es zu einer Begegnung mit einem (Stadt-)Fuchs kommen, wird davon abgeraten den (Stadt-)Fuchs zu füttern. Durch das Füttern könnte der Fuchs "halbzahm" werden und in Zukunft gegenüber dem Menschen etwas aufdringlicher werden. Sollten die Behörden über einen solchen "halbzahmen" Fuchs informiert werden wird dieser Fuchs meistens erschossen.

Um die Nachbarschaft zu erhalten sollte man also auf gegenseitigen Abstand achten, denn verhungern wird der Fuchs in der Stadt nicht.

 

Umfragen aus dem Jahre 1998 und 2004 ergaben das ein Großteil der Stadtbewohner gegen den Stadtfuchs sind, also seine Nachbarschaft ablehnen. Aus einer der Umfragen geht jedoch auch hervor, das wenn ein Stadtmensch einen Stadtfuchs selbst gesehen hat, die Meinung über den Fuchs eher positiv war.

 

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Quellen:

Stadtfüchse, Ein Wildtier erobert den Siedlungsraum | Gloor/Bontadina/Hegglin | Haupt | 2006 | ISBN-10 3-258-07030-X

 

weiterführende Links:

www.zor.ch