Start.Impressum.Über ....Danksagung.über Füchse.Jagd.Die Sammlung.Kulturelles.
FuchsMuseum.de

 

Eis- / Polarfuchs

(Alopex Lagopus)

 

 

Entstehung, biologische Daten, Eigenschaften

Wie schon unter "Allgemeines" beschrieben, entwickelte sich die Gattung der Füchse vor ca. 1 Millionen Jahren aus hundeartigen (Canidae) und somit fleischfressenden (Carnivoren) Raubtieren.

 

Der Eisfuchs ist verwandt mit dem Rotfuchs und hat auch einen ähnlichen Körperbau und ähnliches Verhalten. Im Laufe des Jahres wechselt er zweimal sein Fell und auch die Farbe von weiß (im Winter) zu graubraun (im Sommer). Die Fellfarbe kann aber auch bläulich bis schwarz ausfallen, das jedoch schon bei der Geburt und nicht beim Fellwechsel. Eine dunkle Fellfarbe ist auch Gebietsabhängig, so das in Gegenden wo die Schneedecke im Winter nicht durchgehend ist eher dunkle Fellfarben entstehen.

 

Trotz des angepassten Felles empfindet der Eisfuchs eine Temperatur von ca. -70°C als kalt.

 

Bei einer Größe von ca. 40cm beträgt sein Gewicht ca. 4KG. Verbreitet ist der Eisfuchs in kalten Nordregionen (z.B. Alaska bis Nordrussland). Seltene Sichtungen von Eisfüchsen wurden bis ca. 150 Kilometer vor dem Nordpol berichtet.

 

Ein Polarfuchs

im Sommer

 

 

(Bild: Stefan Krause)

 

 

Geburt, Kindheit, Jugend

Die Füchsin bleibt in den ersten Wochen bei den neugeborenen Welpen und wird dort von dem Fuchs oder den geduldeten Töchtern mit Nahrung versorgt. Von dem Wurf Neugeborenen der bis zu 12 Jungfüchse betragen kann überleben jedoch nur wenige. Die Anzahl der Eisfüchse bzw. deren Nachkommen ist stark mit dem Nahrungsangebot gekoppelt. Ist das Nahrungsangebot gering werden auch weniger Nachkommen gezeugt.

 

 

Fuchsbau

Der Eisfuchs gräbt seinen sehr komplexen Bau mit bis zu 40 Eingängen selber.

 

 

Nahrung, Jagdverhalten

Seine Nahrung setzt sich, ebenso wie beim Rotfuchs, aus kleinen Nagern zusammen oder auch Aas. Im Revier eines Eisfuchspaares werden, in schlechten Zeiten, weibliche Nachkommen geduldet die dann auch bei der Aufzucht der neuen Geschwister helfen.

 

 

Feinde, Bedrohungen

Neben Bären, Wölfen und einigen Greifvögeln ist auch der verwandte Rotfuchs eine Gefahr für junge Eisfüchse. In Finnland war der Mensch in der Vergangenheit so "feindselig" das der Eisfuchs 1940 unter Schutz gestellt wurde - erholt hat sich der Eisfuchsbestand jedoch bis heute nicht richtig. Zusätzlich könnte die Globale Klimaveränderung den Eisfuchs noch stärker dezimieren da die Erderwärmung seinem Verwandten, dem Rotfuchs, die Möglichkeit bietet weiter in den Norden vor zu dringen und somit den Eisfuchs zu verdrängen.

 

 

Handel

In der Vergangenheit wurde der Pelz des Eisfuchses auch in der Rauchwarenindustrie verwendet und erreichte einen bis zu zehnfach höheren Preis als ein Fell des z.B. Rotfuchses.

 

_____________________________________________________________

Quellen:

Infobroschüre vom WWF zu Ersttagsbriefen (mit Polarfuchsmotiven) "Suomi Finland" | 1986

 

weiterführende Links:

http://de.wikipedia.org/wiki/Polarfuchs